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Fernmeldebunker Zeppelin

Februar 27, 2011
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Im Gegensatz zu den nebenan gelegenen Bunkeranlagen Maybach 1, dem Hauptquartier des Oberkommandos des Heeres im 2. Weltkrieg, ist der Bunker Zeppelin eine komplett unterirdische Anlage. Er wurde Ende der dreißiger Jahre für die Reichspost im Auftrag des OKH als bomensichere Fernmeldezentrale errichtet.

Der Bunker beherrbergte die Haupt-Fernmelde-Schaltzentrale der der Reichspost und somit auch der Wehrmacht im 2. Weltkrieg. Sie war eine der größten in Europa und der Bunker ansich eine gewaltige, in offener Bauweise erichtete Anlage.
Nach dem 2. Weltkrieg wollten die Sowjets den Bunker zunächst sprengen, wie Maybach 1 zum Beispiel, aber das gestaltete sich sehr schwierig.
Er wurde dann später von ihnen in Betrieb genommen und durch Um- und Anbaumaßnahmen vermeintlich Atombombensicher gemacht. Ob er dies wirklich war werden wir zum Glück nicht mehr feststellen.

Die Sowjetarmee nutzte den Bunker als Kommando- und Fernmeldezentrale mit dem Namen Ranet.
Nachdem die mittlerweile Russische Armee 1994 aus Deutschland abzog war die militärische Nutzung des Bunkers vorbei.
Heute kann man ihn mit fachkundiger Führung begehen und besichtigen.
Leider wurden viele Einrichtungsgegenstände die die Russen dort gelassen haben vom Land Brandenburg ausgebaut und verschrottet. Sie hätten, im Bunker verblieben einen besseren Eindruck über die Nutzung während des kalten Krieges vermittelt.

Die Betreiber des Museums, Die Bücher- und Bunkerstadt Wünsdorf versuchen in mühevoller Arbeit und Suche nun wieder passende Gegenstände zusammen zu tragen. Für mich eine Ironie und ein Beispiel wie man Steuergelder sinnlos verbrauchen kann, denn Ausbau und Verschrottung hat eine Menge Geld gekostet.

Quellenangabe für den Grundrissplan und die historischen Schwarz-weiß-Bilder:
Hans Georg Kampe, Hönow
Autor der Publikation “Deckname Zeppelin – Die Bunker im Hauptquartier des Oberkommandos des Heeres”
und anderer Publikationen zum Thema Wünsdorf

Bunkersiedlung Maybach 1

Homepage Förderverein Garnisonsmuseum Wünsdorf e.V.

3 Responses to Fernmeldebunker Zeppelin

  1. Hans Georg Kampe on Oktober 9, 2011 at 9:53 am

    Als Autor der Publikation “Deckname Zeppelin – Die Bunker im Hauptquartier des Oberkommandos des Heeres” und anderer Publikationen zum Thema Wünsdorf – denen u.a. einige der o.g. Abbildungen entnommen sind, darf ich zumindest die Nennung der Quelle erwarten. Ansonsten betrachte ich das als eine Verletzung des Urheberrechts

    Hans Georg Kampe

  2. MusketierMichel on Oktober 10, 2011 at 11:48 am

    Sehr geehrter Herr Kampe, die Abbildungen sind alles Fotos die ich dort vor Ort gemacht habe. Entweder waren sie nicht mit Quellenangabe versehen in den Bunkern oder in der Ausstellung, oder ich habe die Hinweise nicht mit fotografiert und sie somit übersehen. Falls dies so ist tut es mir leid, nichts liegt mir ferner als die Quelle für Publikationen nicht preiszugeben. Im Gegenteil, ich würde gerne jedem Leser Quellen nennen wo man sich ausführlicher informieren kann.
    Wenn Sie eine Internetpräsenz haben würde ich sie sehr gerne verlinken von hier aus.
    Ansonsten werde ich gerne bei jeder betreffenden Abbildung den Hinweis auf Ihr Urheberrecht hinzufügen.

  3. MusketierMichel on Oktober 11, 2011 at 9:56 am

    Mit der freundlichen Genehmigung von Herrn Kampe
    veröffentliche ich mit diesem Kommentar seine Antwort die ich per email von ihm erhalten habe.
    Ich habe die Änderungen vorgenommen und bedanke mich herzlich.

    “Sehr geehrter Herr Meyer,
    Ihre Mail habe ich erhalten und bin nach Kenntnisnahme Ihrer kompletten Website zu der Erkenntnis gelangt,
    dass Sie einen wichtigen Beitrag zur notwendigen Veranschaulichung historischer Ereignisse darstellt. Alles
    in Allem also eine gelungene Sache.
    Hinsichtlich der von mir beanstandeten Abbildungen genügt die Quellenangabe mit H.G.Kampe, Hönow.
    Das betrifft den von mir gezeichneten Lageplan der Bunker in „Maybach I“ und im „Fernmeldebunker“ den
    Grundrißplan des Amtes 500 und die beiden Bilder mit den Soldaten vor Vermittlungsschränken, für die mir
    von den dort abgebildeten Personen die Veröffentlichungsrechte übertragen wurden.
    Ich wünsche Ihnen weiterhin Erfolg bei Ihrer aufklärenden Arbeit.

    Mit freundlichen Grüßen
    Hans Georg Kampe”

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